Tauglichkeits-Untersuchungen

G35

Arbeitsaufenthalt im Ausland unter besonderen klimatischen und gesundheitlichen Belastungen

Dr. med. Rainer Schwickert
Fachberatungspraxis für Reise- und Tropenmedizin
Internationale Gelbfieber-Impfstelle

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G35-Vorsorgeuntersuchung bei beruflichen Auslandseinsätzen


Die G35-Untersuchung - auch unter dem Namen "Tropentauglichkeitsuntersuchung" mit „Rückkehrer-Untersuchung“ bekannt - umfasst gezielte arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen für Arbeitnehmer gemäß Grundsatz 35 bei beruflichen Tätigkeiten im Ausland unter besonderen klimatischen oder anderen besonderen gesundheitlichen Belastungen. Beratungen vor dem Arbeitsaufenthalt im Ausland durch einen Arzt mit den erforderlichen Fachkenntnissen sollen über die medizinische Versorgung am vorgesehenen Tätigkeitsort informieren. Dabei sollten auch Risiken und Belastungen der Reise zum und vom Tätigkeitsort berücksichtigt werden. Untersuchungen sollen dazu beitragen festzustellen, ob gesundheitliche Bedenken gegen einen Arbeitsaufenthalt in diesen Gebieten bestehen, oder unter welchen Voraussetzungen diese Bedenken zurückgestellt werden können. Die Fachuntersuchung hat das Ziel, Gesundheitsstörungen, die in diesen Gebieten entstehen können, frühzeitig zu erkennen. Hinweise für die Gefährdungsbeurteilung und die Auswahl des zu untersuchenden Personenkreises gibt die DGUV Information "Handlungsanleitung für arbeitsmedizinische Untersuchungen nach dem DGUV Grundsatz G 35" (DGUV Information 250-436).

Untersuchungen / Beratungen / Fristen

Beratung

Vor jedem Arbeitsaufenthalt im Ausland im Sinne von DGUV Information 250-436, ist eine Beratung durch einen Arzt mit den erforderlichen Fachkenntnissen erforderlich.

Für alle kurzzeitigen Geschäftsreisen, Service- und Montagearbeiten im Ausland wird prinzipiell eine reisemedizinische Beratung mit Impf- und Prophylaxe durch einen ermächtigen und arbeits- und tropenmedizinisch versierten Arzt vor der Ausreise empfohlen. Bei besonderen Bedingungen, je nach Einsatzort und Einsatzart (z.B. bei hoher Infektionsgefahr, besonderer beruflicher Belastung) ist ungeachtet der Dauer des Auslandsaufenthaltes auch eine ärztliche Untersuchung vor und vor allem nach dem Einsatz erforderlich.

Dr. Schwickert

Erstuntersuchung

Bei Arbeitsaufenthalten von insgesamt mehr als 3 Monaten pro Jahr vor der ersten Ausreise ist eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 35 (Arbeitsaufenthalt im Ausland unter besonderen klimatischen und gesundheitlichen Belastungen) durch einen von den Berufsgenossenschaften ermächtigten Arzt erforderlich. Die Unternehmen sind zur Durchführung dieser Untersuchungen gesetzlich verpflichtet. Das Unterlassen der Untersuchung ist eine Ordnungswidrigkeit, kann mit einer Geldbuße geahndet werden, im Schadensfall kann es für den Unternehmer zu Haftungsproblemen kommen.

Die G35-Untersuchung umfasst eine ärztliche Untersuchung, Laboruntersuchungen, EKG, ggfls. eine Röntgenuntersuchung der Lunge und eine ausführliche reisemedizinische Beratung einschließlich Impf- und Malariaberatung. Notwendige Impfungen können sofort verabreicht werden inklusive der Gelbfieberimpfung.

Vor einem erneuten Arbeitsaufenthalt im Ausland ist eine Erstuntersuchung nicht erforderlich, wenn die Rückkehruntersuchung nicht länger als 1 Jahr zurückliegt. Eine ärztliche Beratung ist weiterhin erforderlich.

Nachuntersuchung

Bei fortlaufenden oder fortgesetzt wiederholten, kurzfristigen Arbeitsaufenthalten ist eine Nachuntersuchung in 2-3jährigem Abstand erforderlich. Dieser Abstand kann verkürzt werden auf Wunsch des Versicherten oder nach zwischenzeitlich aufgetretenen Erkrankungen, z.B. nach mehrwöchiger Erkrankung oder körperlicher Beeinträchtigung, die Anlass zu gesundheitlichen Bedenken geben könnte; nach ärztlichem Ermessen in Einzelfällen (z.B. neu eingetretener Schwangerschaft); wenn in ein Land mit besonderer klimatischer oder gesundheitlicher Belastung gewechselt wird; bei Beschäftigten, die einen ursächlichen Zusammenhang zwischen ihrer Erkrankung und ihrer Tätigkeit am Arbeitsplatz vermuten.

Nach Beendigung eines Arbeitsaufenthalts von mehr als einem Jahr ist eine Rückkehrer-Untersuchung bis spätestens 8 Wochen nach Rückkehr vorzunehmen.

Allgemeine Untersuchung

Arbeitsaufenthalte im Ausland stellen oft eine besondere Belastung für die Mitarbeiter und seine ggfls. mit ausreisende Familie dar. Insbesondere belastende klimatische Verhältnisse, Zeitumstellung, gegebenenfalls mangelhafter Hygienestandard und die durch eine völlig andere Kultur verbundene belastende Lebensweise im Ausland können verbunden mit hoher Arbeitsbelastung einen gesundheitlichen Stressfaktor für den Mitarbeiter darstellen und zu erhöhten Erkrankungsrisiko, wie. Malaria, Durchfall-Erkrankungen, Hepatitis, Amöbeninfektion, HIV-Infektion sowie zu Arbeits- und Verkehrsunfällen führen.

Die Erstuntersuchung umfasst die Feststellung der Vorgeschichte (allgemeine Anamnese, Arbeitsanamnese unter besonderer Berücksichtigung früherer Aufenthalte im Ausland) und eine eingehende körperliche Untersuchung.

In der Nachuntersuchung erfolgen die Zwischenanamnese, (einschließlich Arbeitsanamnese), und eine erneute eingehende körperliche Untersuchung.

Spezielle Untersuchung

Die Spezielle Untersuchung beinhaltet:

  • Erstuntersuchung
  • Urinstatus (Mehrfachteststreifen, Sediment)
  • Blutsenkungsgeschwindigkeit oder CRP
  • großes Blutbild
  • y-GT, SGOT, SGPT
  • Kreatinin
  • Nüchternblutzucker oder HbA1c
  • Gesamtcholesterin
  • Ruhe-EKG
  • Nachuntersuchung:
  • Zwischenanamnese einschließlich Arbeitsanamnese
  • auf die Möglichkeit von Spätsymptomen soll beratend hingewiesen werden
  • Untersuchungsumfang: siehe Erstuntersuchung
  • gezielte Serologie, Stuhl- und Urinuntersuchungen bei relevantem Expositionsrisiko

Ergänzungsuntersuchung

Weitere Untersuchungen können indiziert sein, beispielsweise bei anamnestischen Hinweisen oder entsprechender Exposition, oder bei Verdacht auf eine Tropenkrankheit oder andere Erkrankungen mit:

  • unklarem Fieber
  • anhaltenden Durchfällen
  • anhaltenden Husten (> 4 Wochen)
  • starkem Gewichtsverlust
  • generalisierten Lymphknotenschwellungen
  • erhöhten Eosinophilen-Zahlen
  • urtikariellen, pruriginösen, ulzerativen Hautveränderungen,
  • psychischen Auffälligkeiten




Kosten

Im Regelfall Kostenabgeltung über die jahresgültige Pauschale G 35 (gemäß Praxiskatalog für arbeitsmedizinische Leistungen derzeit EUR 198,- netto/2015)

  • ggf. zzgl. der erforderlichen Impfungen mit Impfstoffkosten,
  • ggf. zzgl. notwendiger Spezial-Laborkosten,
  • ggf. zzgl. Ergänzungsuntersuchungen.
Medizinstudium von 1979 bis 1986 in Köln und Cincinatti/USA.
Nach der Approbation 1986 und Dissertation 1989 folgten Weiterbildungen in Nuklearmedizin, Onkologie, Chirurgie, Sportmedizin, Naturheilverfahren, Allgemeinmedizin, Arbeitsmedizin sowie Reise- und Tropenmedizin.

Weitere Zusatzqualifikationen folgten an der International Academy of Orthopedic Medicine - Dos Winkel/Aruba.

Ab 1993 eigene Praxis als Arzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin und Naturheilverfahren an der Deutschen Sporthochschule in Köln.
Praxisparallel als Betriebsarzt in einer Reihe von Unternehmen im Großraum Köln tätig.

Zuerkannte Weiterbildungen in den Fachbereichen Sportmedizin, Betriebsmedizin, Verkehrsmedizin, Naturheilverfahren sowie Reise- und Tropenmedizin.

Praxisumzug 2001 nach Köln-Weiden, Zulassung zur Internationalen Gelbfieberimpfstelle Köln-West mit Schwerpunkt Reise- und Tropenmedizinische Beratungen inklusive G 35 Untersuchungen.
Dr. Schwickert ist seit 1993 bis heute regelmäßiger Teilnehmer an reise- und tropenmedizinischen Weiterbildungen in verschiedenen medizinischen Einrichtungen, Kursen und Exkursionen im In- und Ausland, so u.a. wiederholt in Madagaskar, Brasilien, Portugal, Uganda.

Praxis-Kommunikationsmöglichkeiten : in Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch, Türkisch, Persisch über den Arzt und seine Mitarbeiterinnen.
Dr. Schwickert

Kontakt

Adresse

Bunzlauerstraße 1, 50858 Köln-Weiden

+49 2234 / 9333050 (TEL) | +49 2234 / 9333059 (FAX)

g35-untersuchung@dr-schwickert.de

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